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Prof. Dr. Karin Aguado

Institut für Germanistik Deutsch als Fremd- und Zweitsprache Universität Kassel

Usuelle Wortverbindungen in mündlichen Lerner-Lerner-Interaktionen – Ergebnisse einer empirischen Studie mit DaF-Lernenden auf den Niveaus A2 bis C1

In der alltäglichen Kommunikation sind Ausdrücke wie „wie geht’s?“ und „kein Problem!“, aber auch „ich glaube“, „es gibt“ oder „und dann“ allgegenwärtig. Entsprechend zeichnet sich ein kompetenter, flüssiger und angemessener Sprachgebrauch durch die häufige Verwendung von solchen usuellen Wortverbindungen aus. Das Besondere an diesen Konstruktionen ist, dass sie ganzheitlich gespeichert werden und daher nicht bei jedem Gebrauch aufs Neue gebildet bzw. analysiert werden müssen.
 

Auf der Basis von 20 mündlichen Lerner-Lerner-Interaktionen soll gezeigt werden, welche usuellen Wortverbindungen DaF-Lernende auf unterschiedlichen Sprachniveaus (von A2 bis C1) bei der kollaborativen Aufgabenbearbeitung verwenden. Die quantitativ-explorativ angelegte Untersuchung beleuchtet zum einen die Gebrauchshäufigkeit flüssig produzierter Sequenzen und beschreibt zum anderen die mit ihnen erfüllten Diskursfunktionen (wie z.B. ‚Beschreiben‘, ‚Berichten‘, ‚Fragen‘ oder ‚Zustimmen‘). Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, inwiefern sich der Gebrauch dieser Konstruktionen mit steigendem Sprachniveau verändert.
 

Im Anschluss an die Präsentation der Ergebnisse werden mögliche Ursachen für die einzelnen Befunde benannt und erläutert. Ferner sollen sich daraus ergebende methodisch-didaktische Empfehlungen für die unterrichtliche Behandlung von usuellen Wortverbindungen diskutiert werden. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Lehrmaterialien und Lerngelegenheiten gestaltet sein müssen, um den Aufbau eines Repertoires solcher Sequenzen zu unterstützen und die Entwicklung von fremdsprachlichen Diskurs- und Interaktionskompetenzen optimal voranzutreiben.

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